
Ich will meinen Gefühlen und Gedanken eine Gestalt verschaffen, die ich in Worten nicht ausdrücken kann.
Wirklich frei bin ich nur auf der Leinwand.
Angefangen habe ich mit surrealen Bildern. Aber heute sind mir Bilder wichtiger,
in denen abstrahierende Ausschnitte oder abstrakte Formen zu sehen sind.
Dabei kann ich meine Gefühle frei und ohne Eingrenzungen fließen lassen.
Während des Malens entscheide ich ob das Bild abstrakt oder real wird.
Wenn der schwerste Teil des Malens beginnt- nämlich die große weiße
Leinwand in Farbe und Gestalt zu bringen- ohne in Angst zu verfallen
dem eigenen Anspruch nicht zu genügen, entwickelt sich der Prozess,
der die Gefühle, Gedanken und Empfindungen bloßstellt, die Leinwand mit Leben
erfüllt.Manchmal gelingt es mir, das was mich beschäftigt,in einem Bild
zu verarbeiten und abzuschließen.
Wenn dann der Betrachter in "meinem" Bild etwas erkennt oder vielleicht
sagt:"Genau das ist es! Dieses Gefühl kenne ich! Das sagt mir etwas!" bin ich
nicht mehr allein.
Ich denke,es geht nicht darum Bilder zu "verstehen" - man soll sie "fühlen."
Dagmar Behr
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